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Internetseiten Öffentlicher Bibliotheken -
eine kritische Analyse

Kapitel 2.3: Kriterien zur Struktur

Die Struktur einer Seite ist ein Kriterium, welches den Umgang mit den Seiten ganz entscheidend prägt. "Eine für den Nutzer erkennbare, klare Struktur erspart langes Suchen nach der gewünschten Information und verringert die Gefahr, lost-in-hyperspace zu geraten." [90]

Wenn eine Struktur der Seiten vorhanden ist, ist es wichtig, daß der Leser diese auch erkennt. [91]


Inhalt:

 

 

 
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2.3.1
Die Homepage
einer ÖB

Die Struktur eines Seitenkomplexes beginnt bei der Homepage. Die Homepage einer Öffentlichen Bibliothek unterscheidet sich prinzipiell nicht von denen anderer Organisationen.

"Eine Homepage ist eine Art Begrüßungsbildschirm. Sie stellt den ersten Kontakt zwischen dem Nutzer und der von ihm angewählten Bibliothek her und vermittelt die wichtigsten Informationen über diese Bibliothek." [92]

Dieses ist auch bei anderen Organisationen der Fall. Jedoch steht bei Öffentlichen Bibliotheken die Informationsvermittlung im Vordergrund und nicht unbedingt ein herausragendes Layout.

 

 

 
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2.3.2
Das Problem
mit der
Zielgruppe

Öffentliche Bibliotheken sprechen in der Regel mehrere Zielgruppen an. Angefangen von den Kindern und den Jugendlichen über die jüngeren Erwachsenen bis hin zu den älteren Menschen erstreckt sich der Einzugsbereich von ÖBs.

Diese verschiedenen Zielgruppen haben auch verschiedene Erwartungen an die Internetseiten von ÖBs: Manche wollen nur einfach schnell die gewünschte Information haben, ohne sich mit der Gesamtheit der Seiten auseinandersetzen zu müssen.

Andere hingegen möchten sich über die Bibliothek als Ganzes informieren. "Wie kann ich mich anmelden, was kann ich ausleihen, und muß ich bei Überziehung etwas zahlen?"

Aus diesen Gründen ist folgendes entscheidend: "Das Strukturierungsangebot des Informationsangebotes ist auch unter verschiedenen Fragestellungen erkennbar." [93]

Wie also kann eine Bibliothek dieses erreichen?

 

 

 
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2.3.3
Problemlösung

Eine Lösung dieses Problems ist es, verschiedene Hierarchien aufzubauen, die alle auf dieselbe Information zugreifen. [94]

  • Hat der Nutzer die Wahl zwischen mehreren «Eingängen»?
    • Einem «Haupteingang», der die Wahl des nächsten Schrittes freiläßt? (Also ein ganz normales Angebot)
    • Einem Index?
    • Einer seiteninternen Suchfunktion?
    • Einer Guided Tour?
      (Ein festgelegter Weg als Einstieg für unerfahrene Nutzer)

Bevor jedoch der Nutzer sich für einen Weg entscheiden muß, ist es sinnvoll, ihm einen Überblick über die Informationen zu geben, die ihn erwarten. [95] Mit diesem Überblick sind nicht unbedingt die Navigationshilfen gemeint. Dieser Überblick kann auf der Homepage ganz anders aussehen als auf allen anderen Seiten.

  • Gibt es überhaupt einen Überblick, ein Inhaltsverzeichnis?
  • Ist das Angebot so vielfältig, daß das Inhaltsverzeichnis weiter verzweigt?
    (Möglicherweise ist dies erst in weiteren Stufen der Hierarchie der Fall)
  • Ist dieses Inhaltsverzeichnis so gestaltet, daß der Nutzer ein Gefühl für die Gesamtstruktur der Seiten gewinnt? [96]
  • Ist dieses Inhaltsverzeichnis klar und logisch gegliedert? [97]
  • Gibt es zusätzlich zu dem Inhaltsverzeichnis (oder statt dessen) eine Sitemap, die einen graphischen Überblick über den Inhalt und die Verknüpfungen der Seiten gibt? (Siehe auch nächste Abbildung)

Abbildung 3) Beispiel einer Sitemap

Abbildung 3) Beispiel einer Sitemap [98]

 

 

 
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2.3.4
Die einzelne
Seite

Eine WWW Seite läßt sich in drei Bereichen unterteilen: Kopfteil, Textteil und Fußbereich. [99]

Im Kopfteil finden sich u.a. der Titel der Seite, ein Logo der Bibliothek, Elemente zum Navigieren im Dokument etc. (Siehe Kapitel 3.1).

Der Textteil ist der Bereich, in dem die hauptsächlichen Informationen enthalten sind. (Siehe Kapitel 3.4)

Der Fußbereich enthält u.a. neben dem Namen des Autor und dessen E-Mail Adresse auch das Datum der letzten Änderung sowie der URL der Seite. (Siehe Kapitel 3.1)

Basierend auf diesen Erkenntnissen lassen sich folgende Kriterien aufstellen:

  • Ist diese Dreiteilung auf der Seite zu erkennen? [100]
  • Wenn ja, ist eine klare Abgrenzung der einzelnen Bereiche zu erkennen?
 

 

 
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2.3.5
Die Gesamtheit
aller Seiten

Bei der Betrachtung der Gesamtheit aller Seiten ist die Art entscheidend, mit der Webseiten verbunden sein können: sequentiell oder nicht-sequentiell. [101]

Sequentiell verbundene Seiten entsprechen einem gedruckten Buch, bei dem die Seiten fortlaufend gelesen werden.

Auch hier soll folgende Grafik zur Veranschaulichung dienen: [102]

Abbildung 4) Beispiel von sequentiell angeordneten Seiten

Abbildung 4) Beispiel von sequentiell angeordneten Seiten

Nicht-sequentielle Seiten sind dagegen logisch aufeinander aufgebaut. Sie können hierarchisch angeordnet sein, müssen es aber nicht. Im Gegensatz zu sequentiellen Seiten ist hier kein zusammenhängender Inhalt vorhanden, der über mehrere Seiten verteilt ist. [103]

Alle Seiten, die keinem Buch entsprechen, sind nicht-sequentielle Seiten. Dies trifft in der Regel auf den Großteil der Seiten zu.

Sequentielle Seiten sollten gesondert betrachtet werden.

Folgende Kriterien lassen sich aufstellen:

  • Sind die Seiten so gekennzeichnet, daß sie als Fortsetzung erkennbar sind? [104]
    Beispiel: Jahresbericht der Stadtbücherei XY, Seite 3
  • Gibt es ein Link zur vorherigen Seite? [105]
  • Gibt es ein Link zur nächsten Seite? [106]
  • Gibt es auf jeder Seite einen Link zum Inhaltsverzeichnis? [107]

Wenn die vorliegende Struktur der Seiten erkannt worden ist, ist es wichtig, ob der Nutzer - egal wo er sich befindet - die Frage beantworten kann, "Wo bin ich, wie kam ich hierher und wohin kann ich gehen?"

Die aktuelle Position und der zurückgelegte Weg müssen also jederzeit nachvollziehbar sein. [108]

  • Besitzt der Nutzer jederzeit diese Informationen?
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05.Sep.2002, 19.32 Uhr
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